In Kufstein und Umgebung bleiben sechs mutmaßliche Mitglieder einer kriminellen Vereinigung in Untersuchungshaft. Die Gruppe soll die Einfuhr und den Verkauf von mindestens zwölf Kilogramm Kokain und 680 Kilogramm Cannabis organisiert haben. Dies bestätigte ein Sprecher des Landesgerichts Innsbruck.
Umfangreiche Ermittlungen und Festnahmen
Die Ermittlungen führten zu Festnahmen in Wien und Kundl. Bei Hausdurchsuchungen wurden ein halbes Kilogramm Cannabis, 85 Gramm Kokain und 80.000 Euro in bar sichergestellt. Die Gruppe soll seit Mitte Februar 2020 aktiv gewesen sein und dabei mutmaßlich acht Millionen Euro erwirtschaftet haben. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, weitere Chats werden ausgewertet.
Das Landeskriminalamt Tirol, unterstützt durch das Bundeskriminalamt und das FBI, konnte vermeintlich abhörsichere Kryptohandys entschlüsseln, deren Inhalte zentrale Beweismittel darstellen.
Kufstein als Kokain-Hotspot
Kufstein wird in diesem Zusammenhang als ein Ort mit hohem Kokainkonsum genannt. Das Abwassermonitoring zeigt, dass die Stadt seit Jahren den ersten Platz beim Pro-Kopf-Verbrauch in Österreich belegt. Rückstände im Abwasser von Kläranlagen lassen Rückschlüsse auf den tatsächlichen Konsum in der Bevölkerung zu.
Haftprüfung und weitere Schritte
Bei drei der Inhaftierten steht die nächste Haftprüfung am 15. Juni an. Bei einem weiteren wurde die U-Haft bereits bis zum 12. Juni verlängert. Zwei weitere Verdächtige verzichteten auf eine Haftprüfung und verbleiben ebenfalls in Haft. Als Gründe für die Fortsetzung der U-Haft werden Tatbegehungs- und Verdunkelungsgefahr genannt.
Quellen:
1. https://kurier.at/chronik/tirol/tirol-kufstein-drogen-kokain-band-u-haft/403160042
2. https://www.heute.at/s/drogenbande-in-haft-versorgte-ganz-kufstein-120195273
3. https://tirol.orf.at/stories/3354142/
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