Aktuell warnt die Polizei Kufstein vor einer perfiden Betrugsmasche, die sich im Online-Handel mit Gebrauchtwagen etabliert hat. Ein Fall im benachbarten Bezirk Schwaz zeigt, wie schnell man in die Falle tappen kann, wenn vermeintliche Schnäppchen locken. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei sind in vollem Gange, nachdem ein Geschädigter einen vierstelligen Eurobetrag verloren hat.
So lief der Betrug ab: Falsche Spedition und gefälschte Dokumente
Zwischen dem 19. und 25. Juli 2026 wurde auf einer bekannten Online-Verkaufsplattform ein gebrauchter Pkw angeboten. Eine unbekannte Täterschaft trat als Verkäuferin auf und übermittelte einem Interessenten aus dem Bezirk Schwaz vermeintlich echte Dokumente. Um den Verkauf glaubwürdiger zu gestalten, wurde vorgeschlagen, die Abwicklung über eine Spedition durchzuführen.
Nachdem der Kaufpreis überwiesen und die Lieferung vereinbart worden war, blieb die Zustellung des Fahrzeugs aus. Der Käufer musste feststellen, dass er Opfer eines Betrugs geworden war und erlitt einen finanziellen Schaden im niedrigen vierstelligen Eurobereich.
Polizei Kufstein rät zur Vorsicht bei Online-Geschäften
Dieser Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit erhöhter Wachsamkeit beim Online-Kauf von Fahrzeugen. Die Polizei rät dringend dazu, bei Angeboten, die zu gut klingen, um wahr zu sein, besonders misstrauisch zu sein. Oft versuchen Betrüger, die Kommunikation von der Plattform weg auf andere Kanäle wie WhatsApp oder E-Mail zu verlagern, um Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen.
Experten des Europäischen Verbraucherzentrums Österreich weisen darauf hin, dass die Rolle von (oft gefälschten) Speditionen bei solchen Betrugsmaschen eine zentrale Rolle spielt. Auch die Arbeiterkammer warnt regelmäßig vor Abzocke beim Autokauf im Internet, bei dem oft Auto oder Geld verloren gehen. Persönlicher Kontakt und die Überprüfung des Fahrzeugs vor Ort sind essenziell. Geld sollte erst nach Erhalt der Ware fließen.
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